Die Geschichte hinter der Schrift

Die drei Hauptfaktoren einer Schrift: Lesbarkeit, wie sind die einzelnen Buchstaben spationiert und was bewirkt Schrift im Unterbewußtsein? Einige weit verbreitete Schriften gibt es seit Jahrzehnten, in einigen Fällen seit Jahrhunderten. Warum sind diese Schrifttypen so beliebt?

Helvetica

Seit Jahrzehnten ist Helvetica eine der beliebtesten Schriften, die in der „analogen Ära“ um 1957 entworfen wurde. Obwohl Sie ein bisschen langweilig wirkt, zählt Sie immer noch zu den Favoriten in der typografischen Welt. Auf Grund des minimalistischen neutralen Charakters, typografischen Eigenschaften und Lesbarkeit. Es handelt sich um eine skriptlose (serifenlose) Schrift, die 1957 von Max Miedinger und Eduard Hoffmann für die Haas’sche Schriftgießerei entworfen wurde.

Times New Roman

Dies ist die am häufigsten verwendete Schriftart. Als Standardschriftart für viele Software Programme, wurde sie ursprünglich 1931 von Stanley Morison für die britische Zeitung The Times entworfen. Obwohl Times New Roman nicht mehr von der Zeitung selbst benutzt wird, wird sie häufig für “wichtige” Mitteilungen verwendet. Weil man sie ja so gut lesen kann.

Garamond

Diese Schrift war eine Auftragsarbeit im Namen des französischen Königs Frans I. um das Jahr 1540. Und trägt den Namen ihres ursprünglichen Designers: dem französischen Stempelschneider Claude Garamond. Die Schrift eignet sich besonders für längere Texte wie Lehrbücher, Zeitschriften aber auch für Webseiten. Ehrlich gesagt finde ich diese Schrift jedoch viel schöner als die Times New Roman. Die Buchstaben sind anmutig schön, besonders im kursiven Zustand. Probieren Sie es beim nächsten Mal unbegingt aus!

Futura

Der Designer Paul Renner ließ sich 1927 vom Kunststil Bauhaus inspirieren und schuf eine Business- und Essentialschrift. Futura wurde im Auftrag der Bauer Gießerei hergestellt. Sie wird häufig als “Hausschrift” und für Logos von Unternehmen verwendet. Zum Beispiel verwenden Volkswagen und Shell die Schrift für ihre Drucksachen. Futura ist ja eher eine geometrische Schrift und Renner glaubte damals tatsächlich, dass diese Schriftart das moderne Zeitalter ausdrückt. Und er hat Recht behalten, denn wir nutzen sie bestimmt täglich.

Bodoni

 

Das ist der Lamborghini der Schriften, ein echter Klassiker! Entworfen oder sagen wir in diesem Fall geschnitten von Giambattista Bodoni (Saluzzo, 16. Februar 1740 – Parma, 29. November 1813), italienischer Kupferstecher, Verleger und Buchstabendesigner. Bodoni wurde 1768 als Drucker bei der Parma ernannt .Sein Name lebt in dieser von ihm entworfenen Schrift weiter. Mit einer besonderen Technik entwickelte er die Typografie weiter. Sein Stil wird bewundert, er ist der Champion unter den klassischen Typographen. Bodonis Buchstabenentwürfe leben von dem starken Kontrast von fetten Stiften zu feinen geschwungenen Bögen.

Frutiger

Diese Schrift ähnelt der Futura, ist jedoch viel anmutiger. Die Schrift wurde 1975 für den französischen Flughafen Charles de Gaulle entworfen. Für den Einsatz am Flughafen war es wichtig, dass die Buchstaben in verschiedenen Winkeln und auch auf großen Entfernungen lesbar sind. Die einzelnen Buchstaben sind auf Grund ihrer Klarheit besonders gut lesbar.

Comic Sans

Comic Sans ist die meistgehasste Schrift von professionellen Designern. Es ist aber wirklich die einzige Schrift die mir bekannt ist, für die es sogar mehrere Hass-Websites gibt. Einen speziellen Comic Sans-Tag gab es auch schon öfter, an dem man nur Comic Sans verwenden durfte. Die Schrift ist an seiner kindlichen Handschrift zu erkennen und wurde bei den ersten Websites gern eingesetzt, um eine alternative und entspannte Stimmung hervorzurufen. Wenn Sie diese Schriftart verwenden, werden Sie sowieso nicht ernst genommen …!

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